Mit 16 Kartons Bibeln und einer Menge anderer Sachen ging es am 31. Mai 2005 von zu Hause aus on Tour. Nach 1 ½ -stündiger Fahrt erreichten wir im starken Regen “unser Kreuz“ und fuhren in Schüttorf auf die A 30 westlicher Richtung bis zur Niederländischen Grenze.

Wir waren sehr erstaunt, als wir dort fast nur Fahrer aus Polen, Russland und Litauen vorfanden. Sie bekamen von uns den Liebesbrief in ihrer jeweiligen Landessprache und Süßigkeiten. Mit Dankbarkeit und Freude haben sie diese Dinge angenommen. Wir drehten um und fuhren gen Osten über Osnabrück, Bad Oeynhausen auf die A 2 bis Lauenau. Liebe Freunde von uns betreiben dort einen LKW-Waschpark mit Truckerstube
auf dem Autohof. Sie luden uns zu einem leckeren Abendessen ein und wir verbrachten dort unsere erste Nacht im Wohnmobil. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es am nächsten Morgen weiter über Hannover auf der A7 Richtung Flensburg. Gegen 19.00 verließen wir in Neumünster die Autobahn, um den dortigen SVG-Autohof anzufahren. Eigentlich gefiel es uns gar nicht, dass der Autohof über 6 km von der Abfahrt entfernt lag und wir empfanden es als Zumutung für den LKW-Fahrer. Doch es war der erste Mittwoch im Monat und die Polizei hatte zu einem Trucker-Stammtisch
eingeladen an diesem Ort und zu dieser Zeit. So ist unser Gott …..! Diese Treffen dienen dem gegenseitigen Verständnis und Austausch der beiden Seiten, einschließlich der Gewerkschaft, Verbände der Kraftfahrer und Unternehmer. Es war hochinteressant, wir durften die Trucker-Church vorstellen und haben ca. 25 Bibeln verschenkt.
Nach einer ruhigen Nacht ging es wieder auf die Autobahn. An der Staatsgrenze zu Dänemark kehrten wir um und fuhren Richtung Süden. Kurz vor Hannover an einer Tankstelle beobachtete uns ein Ehepaar aus Ostfriesland beim Verteilen der Bibeln während eines Gesprächs mit einem Fahrer. Sie sagten, dass sie es super gut finden was wir tun und ob wir Spenden annehmen würden. Er zog einen 100 Euro-Schein aus seiner Hosentasche und gab ihn uns. Wir standen da mit offenem Mund und waren überwältigt von der Spontanität.
Weiter ging es gen Osten zur polnischen Grenze. Uns wurde wieder einmal bewusst wie wichtig es wird, polnische und russische Trucker-Bibeln zu haben. Die Kennzeichen, die wir sahen, waren BY, PL, LT, LV, RUS, UA, UK, BG, CZ ….. Auf der Rücktour, kurz vor Berlin verbrachten wir drei Nächte am Wochenende auf einem Campingplatz. Duschen war angesagt und eine gute Zeit mit unseren Berliner Freunden. Am Montag ging es über Hannover, dem Drehpunkt unseres Kreuzes, in Richtung Süden. Wir kamen bis zu unseren Freunden in Insingen an der A 7 bei denen wir schon viele gemeinsame Trucker-Treffen hatten. Am Abend um 20.30 trafen wir uns auf dem Autohof Wörnitz mit drei jungen Vikaren der ev. Landeskirche, hatten einen guten Austausch und erfuhren über den ”Reisesegen“, den sie Ende Juli zu ihrem Ferienbeginn organisieren wollen. Dazu benötigen sie einige Trucker-Bibeln, die wir ihnen gerne zuschicken werden. An unserem südlichsten Punkt in Füssen, machten wir kehrt und fuhren die längste Autobahn Deutschlands Richtung Norden zurück. Am letzten Abend unserer Reise trafen wir uns wieder in der Trucker-Stube in Lauenau. Für die LKW-Fahrer, die gerade da waren und aßen, zeigten wir den Jesus-Film.
Nach 3.396 km kamen wir am Samstag Mittag, den 11. Juni zu Hause an.
Das Resümee dieser Kreuzfahrt ist:
Wir besuchten 46 Autohöfe, 168 Parkplätze, 68 Rast+Tankstellen und verschenkten insgesamt 644 Bibeln an LKW-Fahrer.
Ganz wenige haben abgelehnt, alle waren sehr freundlich, viele überrascht und freuten sich, einmal ein Dankeschön für ihre Arbeit und ein Geschenk zu erhalten. Sie sind es einfach nicht gewöhnt, dass Menschen Anteil an ihrem Leben nehmen. Die Meisten haben keine Zeit und doch gibt es auch andere Stimmen. So z.B. ”Keine Ladung kann so wichtig sein, dass man seine Pause nicht einhalten kann.
Wir sind so dankbar, dass Gott uns erlaubt hat, eine Segensspur über ganz Deutschland zu legen. Dieses Kreuz ist etwas Besonderes und wir glauben, dass es Auswirkungen haben wird, in der sichtbaren und unsichtbaren Welt.
Ekkehart und Renate Fischer